Die Liebe zeigt sich in meinem Bild als ein wachsendes, sich verzweigendes Gefüge.
Aus einzelnen Herzformen entstehen Linien, Kreisläufe und Überschneidungen, die den Bildraum strukturieren. Die Motive verbinden sich zu organischen Bahnen, die weder Anfang noch Ende eindeutig markieren.

Die Wiederholung des Herzens entzieht dem Symbol seine Eindeutigkeit und transformiert es in ein formales Element. Liebe erscheint hier nicht als einzelnes Zeichen, sondern als Bewegung: kreisend, sich verlierend, sich verdichtend. Dort, wo Linien aufeinandertreffen, entstehen neue Richtungen und Verdichtungen – visuelle Entsprechungen von Beziehung und Austausch.

Vor dem dunklen Bildgrund entwickeln die farbigen Formen eine eigene Dynamik. Sie wachsen, überlagern sich und schlagen neue Verbindungen. Liebe wird so als offenes System lesbar: nicht abgeschlossen, sondern fortwährend im Prozess, geprägt von Offenheit, Wiederholung und Veränderung.